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Wasser/Luftfeuchte

Karnivoren > Haltung

Wasser und Luftfeuchtigkeit

Gegossen wird ausschließlich mit kalkfreiem Wasser. Regenwasser ist hier die erste Wahl. Bevor man mit Leitungswasser gießen will sollte man sich über die Regionale Wasserharte informieren oder einen Streifentest besorgen. Ein pH-Wert von 4 sollte nicht überschritten werden. In Regionen mit einer Talsperrenanbindung dürfte es keine Probleme geben im Gegensatz zu aufbereitetem Wasser in größeren Städten. Alternativen sind Fließgewässer wie z.B. Bäche. Wasser aus stehenden Gewässern sprich Teichen und Tümpeln ist absolut nicht zu empfehlen. Stehendes Wasser neigt zum "kippen" und man handelt sich meißt Algen und diverses Viechzeug ein. Nur im Notfall sollte man auf destilliertes Wasser zurückgreifen. Am besten, wenn man noch einen Rest Regenwasser hat, dann mischen das Ganze.

Gießen an sich ist auch nicht schwer. Die meisten fleischfressenden Pflanzen möchten gern im Wasser stehen. Auch hier gibt es wieder die Arten welche es eben nicht mögen wie z.B. Nepenthes, Pinguicula und Drosophyllum wobei Pinguicula das eher mal aushält im Wasser zu stehen. Es wird nicht wie üblich bei Pflanzen von oben gegossen, sondern von unten im Anstauverfahren. Man gießt das Wasser einfach in den Untersetzer, Übertopf oder was man sonst so nutzt, bis der Topf 2-3 cm im Wasser steht und fertig.

Besprühen erhöht zwar die Luftfeuchte, aber das nur kurzfristig. Da müsste man schon öfter ran, damit die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Niemals sollte eine Pflanze besprüht werden, wenn diese gerade in der Sonne steht. Das hierbei alles verbrennt dürfte einleuchten. Der Bedarf an Luftfeuchte liegt bei tropischen Arten bei 70 % und mehr! Die Restlichen Arten kommen mit nur 50 % teils sogar weniger aus.

Je höher die Luftfeuchte um so besser verträgt eine Pflanze hohe Temperaturen. Bei tropischen Arten mit hohem Luftfeuchtigkeitsbedarf reicht ein besprühen nicht aus. Hier kann man auf einen Ultrschallzerstäuber zurückgreifen.

Im Winter wird weniger gewässert. Das Substrat muss nun nur noch feucht und nicht mehr nass sein. Die Pflanzen werden nun aus dem Anstau genommen und nur noch nach Bedarf gewässert. Man stellt die Pflanze in das Wasser und wartet, bis sich das Substrat mit Wasser vollgezogen hat und dann raus aus dem Wasser. Man wiederholt diesen Vorgang erst wieder, wenn das Substrat nur noch "klamm" ist. Knollendrosera können auch einmal die Vegetationspause im trockenem Substrat verbringen man sollte es aber nicht darauf ankommen lassen. Wer seine Pflanzen im Moorbeet oder Kübel draußen hat, braucht sich von Herbst bis Frühjahr keine Sorgen mehr zu machen.

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