Karnivoren > Haltung
Standort / Licht
Der Hunger nach Licht ist oft groß, was das Licht betrifft. Ein guter Platz für drinnen sind Fenster von Süd bis Südwest. Hier machen die Karnivoren eine gute Figur und bilden teils prächtige Farben. Aber auch Fenster von Norden bis Osten sind gute Plätze für Arten die volle Sonne nicht gern haben. Pingucula wäre da wohl als Erstes zu nennen.
Werden fleischfressenden Pflanzen draußen kultiviert, sollte dafür sorgen, dass die Pflanzen um die Mittagsstunden herum schattiert werden.
Wer seine Pflanzen drinnen den Winter über durchkultiviert, kommt um zusätzliche Beleuchtung nicht herum. Es empfehlen sich hier aus Zoo-Fachhandel oder Baumarkt Leuchtstoffröhren speziell für Pflanzen. Eine Röhre mit einem entsprechenden Vorschaltgerät sollte nicht mehr als 40 Euro kosten. Die Kosten halten sich bei Röhren durch einen niedrigen Verbrauch in Grenzen. HQl-Lampen sind zwar auch keine schlechte Wahl aber teuer und wahre Stromfresser.
Wir raten dazu bei tropischen Arten ca. 12 Stunden durchgängig Licht zu bieten und nicht wenn es dunkel wird, draußen das Licht einzuschalten. Subtropische Arten sind mit 10 Stunden Licht voll zufrieden und können teils einfach am Fenster stehen bleiben, vorausgesetzt es befindet sich keine Heizung unter dem Fenster. Bei winterharten Pflanzen sollte man sich auch, was das Licht angeht, am Naturstandort orientieren. Winterharte Drosera z.B. bilden ein Hibernakel und sind oft unter einer Schneeschicht verborgen. Dionaea kann sich schon einmal komplett in den Boden zurückziehen und treiben im Frühjahr erst wieder neu aus. In beiden Fällen ist kein Licht notwendig in der Natur. Für drinnen bedeutet das man braucht nicht zusätzlich beleuchten und stellt die Pflanzen nur hell.
Im Frühjahr werden die Kunstlichtkulturen dann wieder langsam an mehr Licht gewöhnt und können dann ins Freie. Am besten beginnt man ca. 1 Monat vor den Eisheiligen damit die Lichtzeit täglich um 3 Minuten zu erhöhen.
Werden Pflanzen von drinnen nach draußen gestellt, sollte man etwa gleich vorgehen nur werden hier die Pflanzen von Schatten nach voller Sonne täglich ein Stück weiter gerückt. So werden Verbrennungen der Blätter vermieden.
Im Freien sollte darauf geachtet werden das die Pflanzen Windgeschütz stehen.